Ausbildungsdienst im Juli beim THW Bielefeld

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Bielefeld,

Raus aus dem Alltag - rein ins THW. Ein ganzer Samstag im Monat dient beim Ortsverband Bielefeld, um intensiv zu trainieren, sich fortzubilden und Einsatzszenarien unter realistischen Bedingungen zu üben. Beim Samstagsdienst in diesem Monat wurden nicht nur dicke Bretter gebohrt.

Die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung nutzte den Tag, um ihre Lichtmasten zu warten und in Betrieb zu nehmen. Diese Technik kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn Einsatzstellen bei Dunkelheit oder schlechter Sicht ausgeleuchtet werden müssen, da muss jedes Gerät auf Knopfdruck funktionieren. Im Anschluss wurde das Einweisen von Fahrzeugen geübt, eine Fähigkeit, die besonders an engen Einsatzstellen wichtig ist. Auch die Kommunikation innerhalb der Gruppe stand auf dem Programm, denn in stressigen Lagen ist ein klarer Informationsfluss entscheidend.

Zeitgleich ging es bei der Fachgruppe Brückenbau handwerklich zur Sache: Hier wurden Bohlen für das Bailey-Brückensystem zugeschnitten, die später als Fahrbahnbelag auf den Einsatzbrücken dienen. Dabei konnten die Helferinnen und Helfer nicht nur Material für die nächsten Einsätze vorbereiten, sondern auch den sicheren Umgang mit Equipment und Holzverarbeitung vertiefen. Eine stabile Brücke braucht schließlich nicht nur Technikverständnis, sondern auch präzises
Handwerk.

Im Zugtrupp drehte sich alles um Funk und Führung. Die Gruppe trainierte das Führen der Lagekarte und die Übersicht über eingesetzte Kräfte – beides zentrale Aufgaben im Einsatzfall. Um möglichst realitätsnah zu arbeiten, teilten sich die Einsatzkräfte in zwei Teams auf. Ein eingespielter Zugtrupp sorgt im Einsatz dafür, dass alle Einheiten koordiniert und effizient zusammenarbeiten.

Auch die Bergungsgruppe nutzte den Tag zur internen Orientierung: Gemeinsam gingen die Helferinnen und Helfer den gesamten Gerätekraftwagen (GKW) durch, um sich mit dem Aufbau und der Platzierung aller Werkzeuge und Geräte vertraut zu machen. Das spart im Ernstfall wertvolle Zeit, besonders, weil alle GKWs bundesweit gleich aufgebaut sind. Anschließend trainierten sie das sichere Anlegen der persönlichen Schutzausstattung gegen Absturz. Dabei muss jeder Handgriff sitzen, und wird von einer anderen Einsatzkraft kontrolliert.

Besonders körperlich wurde es bei der Fachgruppe Räumen. Sie führte eine Atemschutzgeräteunterweisung durch. Nach der Theorie folgte die Belastungsprobe, inklusive Übung unter Nullsicht, bei denen sich die Einsatzkräfte auf ihren Tastsinn, Geräusche und die Kommunikation im Team verlassen mussten. Solche Szenarien sind herausfordernd, aber realistisch: Gerade bei Bränden oder Einsätzen in verrauchten Gebäuden kommt es auf Technikvertrauen, Routine und gegenseitige Unterstützung an.

So zeigte sich auch an diesem Samstag wieder, wie vielfältig die Aufgaben im THW sind – und wie wichtig regelmäßiges, gemeinsames Training für die Einsatzbereitschaft ist. Denn am Ende zählt vor allem eines: Im Einsatzfall als eingespieltes Team zu funktionieren.

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