Bielefeld. Am 24. November 2025 wurde in der Bielefelder Innenstadt bei Bauarbeiten an der Walther-Rathenau-Straße ein 250 Kilogramm schwerer amerikanischer Blindgänger entdeckt. Die Feuerwehr löste daraufhin einen umfangreichen Einsatz aus, bei dem auch das Technische Hilfswerk eingebunden war. Zunächst wurde der Fachberater des THW OV Bielefeld alarmiert, der die Einsatzleitung im Stab unterstützte und dort möglichen THW-Einsätze einleitete.
Gegen 16:00 Uhr folgte die Anforderung des Zugtrupps sowie der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung (N). Ursprünglich sollten die THW-Kräfte den Fundort ausleuchten. Da die Feuerwehr diese Aufgabe kurzfristig selbst in ausreichendem Umfang übernehmen konnte, verlagerten sich die THW-Unterstützungsmaßnahmen auf andere Bereiche.
Schwerpunkt des Einsatzes wurde eine Vielzahl logistischer Aufgaben. Die Fachgruppe N transportierte Festzeltgarnituren und Feldbetten zur Betreuungsstelle in der Bielefelder Stadthalle. Darüber hinaus unterstützten die Helferinnen und Helfer Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei an verschiedenen Sperrstellen. Sie verteilten Verpflegung und stellten zeitweise Personal zur Absicherung einzelner Straßensperrungen.
Die Entschärfung begann kurz nach 22 Uhr und konnte gegen 22:52 Uhr erfolgreich abgeschlossen werden. Insgesamt mussten rund 3.300 Anwohnerinnen und Anwohner ihre Wohnungen verlassen, zahlreiche Einrichtungen lagen innerhalb der 300-Meter-Sperrzone. Nach Aufhebung aller Straßensperrungen waren unsere Einsatzlräfte noch bis in die Nacht mit der Logistik rund um den Rückbau der Betreuungsstelle beschäftigt.