Das Szenario: Ein mittelschweres Erdbeben erschüttert den Teutoburger Wald. Ziel der Übung war es, den Zugtrupp des OV Bielefeld unter möglichst realen Bedingungen zu fordern – und zwar in voller Funktionalität.
Zur Vorbereitung war ein detailliertes Übungsszenario erarbeitet worden, das den Zugtrupp mit einer Vielzahl koordinativer Aufgaben konfrontierte. Die beiden Helfer aus dem Fachzug FK übernahmen während der Übung die Rolle aller eingesetzten (fiktiven) Einheiten. Über Funk simulierten sie den Einsatz von insgesamt 38 Helferinnen und Helfern mit verschiedensten Spezialfähigkeiten und Ausstattung.
Der Zugtrupp hatte dabei unter anderem den Austausch beschädigter Straßenbeleuchtung zu organisieren, die statische Sicherung einer eingestürzten Kirche zu koordinieren sowie den Wiederaufbau einer zerstörten Straße durch das Einbringen von Kies zu steuern.
Durch die externe Steuerung des Szenarios konnten sich die Bielefelder vollständig auf die Arbeit im Zugtrupp konzentrieren – ein entscheidender Vorteil für die Qualität der Übung. Die enge Zusammenarbeit mit dem Fachzug FK zahlte sich zudem doppelt aus: Aufgrund ihrer Erfahrung mit Führungsstrukturen und Abläufen im Zugtrupp konnten die Detmolder Helfer nicht nur realistische Einsatzbedingungen schaffen, sondern auch eine andere Perspektive auf die gestellte Herausforderung geben.
Solche Übungen sind ein wichtiger Bestandteil der Einsatzvorbereitung im THW – insbesondere, wenn es darum geht, unter Stresslagen klare Kommunikation, Priorisierung und Führungsarbeit zu trainieren. Der OV Bielefeld dankt dem Ortsverband Detmold herzlich für die professionelle Unterstützung und die gute Zusammenarbeit.