08.06.2019, von Christian Plehn

THW trifft ASB - Organisationsübergreifende Übung

Am 8. Juni 2019 übten die Einsatzkräfte von ASB und THW den Ernstfall auf dem THW-Übungsgelände in Gütersloh.

Quelle: Christian Plehn

Eher selten treffen Einsatzkräfte des Arbeiter-Samariter-Bundes aus Münster auf THW-Einsatzkräfte des Ortsverbandes Bielefeld. Die gemeinsame Übung resultierte aus einer überregionalen Ausbildungsveranstaltung für Funktionsträger unterschiedlicher Organisationen. Was als Idee im lockeren Gespräch begann, wurde zügig in die Tat umgesetzt.

Am Samstagmorgen trafen die 16 Kameradinnen und Kameraden der ASB-Gruppe des Kreises Borken (Regionalverband Münsterland) im THW-Ortsverband Bielefeld ein. Mitgebracht hatten sie auch umfangreiche Ausstattung und Fahrzeuge, sowie zwei Rettungshunde. Ergänzt wurde die ASB-Einheit durch die zwei Bergungsgruppen und den Zugtrupp des THW-Ortsverbandes Bielefeld mit ebenfalls insgesamt 16 Helferinnen und Helfern.

Nach einem gemeinsamen Frühstück rückten die Einsatzkräfte Richtung Gütersloh aus. Dort befindet sich ein Übungsgelände des THW, das durch seine Aufbauten zahlreiche Möglichkeiten zur Ausbildung und Übung bietet. Die Anfahrt erfolgte als Kolonnenfahrt mit 12 Fahrzeugen.

Vor Ort angekommen sahen sich die Einsatzkräfte mit einer klassischen Lage konfrontiert. Nach einem Gasaustritt war es in einem dreistöckigen Gebäude zur Explosion gekommen. Vier vermisste Personen wurden in dem angeschlagenen Gebäude und in den umliegenden Trümmern gemeldet.

THW- und ASB-Einsatzkräfte erkundeten die Schadensstelle. Zum Einsatz kamen hier auch zwei Rettungshunde des ASB, die die Suche deutlich vereinfachten. Nach dem Auffinden der Personen wurden diese durch den Rettungsdienst betreut und gemeinsam mit den THW-Helfern gerettet. Anschließend erfolgte die Übergabe an den Rettungsdienst des ASB, welcher die weitere Versorgung und Betreuung der verletzten Personen sicherstellte.

Das erste Übungsszenario konnte zügig bewältigt werden, sodass nach dem gemeinsamen Mittagessen und einem ersten Erfahrungsaustausch noch ein zweites Szenario geübt werden konnte. Auch hier funktionierte die Zusammenarbeit zwischen den Kameradinnen und Kameraden beider Organisationen reibungslos.

Das gemeinsame, organisationsübergreifende Üben ist wichtig, weil auch im echten Einsatz Rettungskräfte unterschiedlicher Organisationen aufeinandertreffen. Um in einer solchen Lage möglichst effizient Hilfe leisten zu können, ist es von entscheidender Bedeutung, zu wissen, wo die personellen und materiellen Stärken und Möglichkeiten der unterschiedlichen Organisationen liegen.

Wir danken den Kameradinnen und Kameraden der ASB-Gruppe des Kreises Borken für die detaillierten Einblicke und die gute Zusammenarbeit – gerne wieder!


  • Quelle: Christian Plehn

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  • Quelle: Christian Plehn

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