Ausrüstung

Die STAN (Stärke und Ausbildungsnachweisung) schreibt den Bergungs- und Fachgruppen ihre Personalstärke und die zur Anwendung kommenden Ausrüstungsgegenstände vor. Diese werden entsprechend von der Bundesanstalt THW beschafft und disloziert, so z.B. das Abstützsystem Holz und das Einsatz-Gerüstsystem. Dennoch ist es uns möglich, zusätzlich aus Drittmitteln finanzierte Ausrüstungsgegenstände zu verwenden. Auf den folgenden Seiten möchten wir neben der Standardausrüstung des Bundes (ASH und EGS) weitere Highlights unserer Ausrüstung vorstellen, die u.a. von der Bielefelder Helfervereinigung finanziert wurden.

Abstützsystem Holz (ASH)

Nach Gasexplosionen oder Bränden drohen Gebäude oftmals einzustürzen. Oberstes Gebot während THW Einsätzen ist jedoch der bedingungslose Schutz von Einsatzkräften und Anwohnern vor Unfällen. Diese Gebäude müssen daher in der Regel während den Bergungsarbeiten abgestützt werden. Dazu setzen wir unter Anderem auf das Abstützsystem Holz (ASH), einer THW eigenen Konstruktion aus fertig konfektionierten schweren Holzbalken. Unsere 1. Bergungsgruppe ist offiziell durch das THW mit dem ASH ausgestattet, das sie ständig verladen auf einem Anhänger für den Einsatz vorhält.

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Einsatz-Gerüstsystem (EGS)

Das technische Hilfswerk verwendet ein handelsübliches Baugerüstsystem als eines seiner vielseitigsten Einsatzwerkzeuge unter der Bezeichnung Einsatzgerüstsystem (EGS). Der OV Bielefeld hält Bauteile für die maximale Ausbaustufe 4 vor. Es eignet sich nicht nur um sehr variable Arbeitsplattformen für Bergungsarbeiten aufzubauen, sondern auch für Abstützaufgaben oder zur Errichtung von kleinen Lastkränen oder Stegkomplexen. Das THW gibt dazu im Handbuch EGS eine umfangreiche Palette an zugelassenen Konstruktionen vor.

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Trümmerkegel

Wie bereitet man sich am besten auf die körperliche und psychische Höchstleistung, die unsere Einsatzkräfte während Bergungseinsätzen vollbringen vor? Durch regelmäßiges Training! Nun können wir nicht jedes Mal ein Haus abreißen, um zu üben. Daher haben wir auf unserem Trainingsgelänge einen so genannten Trümmerkegel errichtet, indem unsere Einsatzkräfte in einer statisch sicheren Umgebung Bergungseinsätze üben und Atemschutzübungen durchführen.

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Bailey Brücke

Die Bailey Brücke ist eine in Einzelteilen transportierbare Brückenkonstruktion und wurde im zweiten Weltkrieg von der englischen Armee auf einen Vorschlag von Sir Donald Coleman Bailey hin entwickelt. Ihr großer Vorteil ist, dass sie ohne den Einsatz von Maschinen mit relativ geringem Personalaufwand aufgebaut und in Betrieb genommen werden kann. Der Transport der Teile benötigt lediglich normale Lastkraftwagen und kein schweres Gerät.

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EGS Schwerlaststütze

Mit Hilfe dieser Kopf- und Fußelemente und vier EGS Vertikalstielen lässt sich eine Schwerlast-Stütze, mit einer maximalen Tragkraft von mindestens 17 bis höchstens 20 Tonnen errichten.

Krantraverse mit Hochleistungsscheinwerfern

Die schattenfreie Ausleuchtung eines Einsatzgebietes oder eines Tatortes ist mit der Standardausrüstung oftmals schwierig. Hier schaft der Einsatz des Autokranes der Fachgruppe Brückenbau Abhilfe. Mittels einer Traverse können an seinem Ausleger drei HQI Scheinwerfer sowie acht Seto Leuchtstoffscheinwerfer befestigt werden. Dies führt zu einem Lichstrom von 446 000 Lumen.

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Schneeräumgerät für den Radlader

Mit diesem Spezialräumwerkzeug kann unser Radlader der Fachgruppe Räumen in ein leistungsfähiges Winterdienstfahrzeug umgerüstet werden, um beispielsweise die Einsatzbereitschaft anderer Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, wie z.B. der Feuerwehr, sicher zu stellen.