Abstützsystem Holz (ASH)

Das Abstützsystem Holz

THW Einsatzkräfte beim Aufbau des ASH als Stützbock. Foto: THW.de
THW Einsatzkräfte beim Aufbau des ASH als Stützbock. Foto: THW.de
Ein per ASH gesichertes Gebäude mit starken Schäden. Foto:THW.de

Oftmals müssen Arbeiten in und an einsturzgefährdeten Gebäuden durchgeführt werden. Um Einsatzkräfte und Anwohner zu schützen, setzt unsere erste Bergungsgruppe das so genannte Abstützsystem Holz (ASH) ein. Das System, welches ehemals FRABLO (von seinem Erfinder, Frank Blockhaus aus dem OV Hückelhoven) genannt wurde, besteht aus verschiedenen schweren Holzbalken und kann als Fertigbausatz dafür benutzt werden, marode Wände oder ganze Gebäude abzustützen, um einen Einsturz zu verhindern.

Besonderheit des ASH

Der ASH Bausatz umfasst eine Vielzahl an verschiedenen Bauelementen und Konfektionierungswerkzeugen sowie Sicherungsmaterial. Somit lässt es sich vor Ort schnell auf die lokalen Gegebenheiten anpassen und entsprechend im Boden verankern. Das ASH befindet sich ständig verlastet auf einem Anhänger, sodass es im Bedarfsfall schnell zur Einsatzstelle gebracht und aufgebaut werden kann. Vorteil einer solchen Vorkonfektionierung gegenüber der Beschaffung von unkonfektionierten Holzteilen während des Einsatzes ist die schnelle Einsatzbereitschaft und die standardisierte auf Sicherheit geprüfte Bauweise.

Besonderes Einsatzspektrum

Das ASH kann in zwei verschiedenen Varianten eingesetzt werden. Mit den Bauteilen lassen sich Stützböcke und Sprengwerke erzeugen. Ein Stützbock ist eine dreieckige Struktur, die bis zu fünfzehn Meter in die Höhe gebaut werden kann. Damit kann eine einzelne Wand gesichert werden. Die zweite Variante, das Sprengwerk, kommt immer dann zum Einsatz, wenn zwei Wände gegeneinander abgestützt werden müssen. Es können Spreizweiten bis zu zehn Meter damit überbrückt werden.

Verbleib des ASH

Ist das ASH einmal aufgebaut bleibt es normalerweise bis zum Abriss oder zum Wiederaufbau des Hauses vor Ort. Anschließend wird es ausgesondert, da es durch Witterungseinflüsse nicht mehr ausreichend belastbar sein könnte oder an lokale Gegebenheiten angepasst werden musste.