Der Trümmerkegel

Trümmerkegel zur Bergungsübung

Eingang in den Trümmerkegel mit Anschlussbox für die Videoüberwachung (orange)
Eingang zum Tunnelsystem im Trümmerkegel

Wie bereitet man sich am besten auf die körperliche und psychische Höchstleistung, die unsere Einsatzkräfte während Bergungseinsätzen vollbringen vor? Durch regelmäßiges Training! Daher haben wir auf unserem Trainingsgelände einen so genannten Trümmerkegel errichtet, indem unsere Einsatzkräfte in einer statisch sicheren Umgebung Bergungseinsätze üben und Atemschutzübungen durchführen.

Ausgeklügeltes System

Unter dem Schutthaufen in der Mitte der etwa 350 Quadratmeter großen Kegelfläche haben unsere Helfer ein weit verzweigtes System aus verschieden breiten Betonröhren gebaut.  Neben einer Vielzahl von möglichen Ein- und Ausgängen sind auch einige gemauerte Räume und ein mehrere Meter tiefer Schacht, um die Rettung aus Tiefen zu trainieren, Bestandteil des Trümmerkegels.

Das Röhrensystem selbst umfasst eine in zwei Ebenen angelegte Kriechstrecke von insgesamt etwa 50 Metern mit zahlreichen Verzweigungen und Möglichkeiten die Ebene zu wechseln. Einige der Röhren und Räume sind durch absichtlich angelegte Hindernisse stark verengt. Oftmals sind diese Bereiche so eng, dass unter schwerem Atemschutz stehende Einsatzkräfte ihre Pressluftflasche abnehmen müssen, um so durch die Öffnungen zu kriechen. Die so erzeugte Enge ist gerade auch bei schlechter Sicht und unter Atemschutz eine hohe psychische und physische Belastung für unsere Helfer.

Kommunikation mit Einsatzkräften im Trümmerkegel

Der Übungsleiter und die Atemschutzüberwachung stehen über Funk mit den Einsatzkräften im Tunnel jederzeit in Verbindung. Um eine dauerhafte Überwachung sicher zu stellen, sind zusätzlich einige Infrarotkameras an kritischen Bereichen im Trümmerkegel installiert. Zusätzlich dazu haben die Übungsleiter die Möglichkeit, bei Bedarf von außen den Trümmerkegel mit Rauch aus einer Nebelmaschine zu fluten, um die Übungsbedingungen noch realistischer zu gestalten.